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Marsch für das Leben 2014// Berlin: 20. September

Salute,

nachdem wir letztes Jahr mit einigen Leuten aus unserer Gemeinde in Berlin beim Marsch für das Leben (Demonstration für ein allgemeins Lebensrecht) teilgenommen haben, möchten wir auch dieses Jahr dort hinfahren. Wer mit dort hinfahren will, kann sich gerne mit mir (Stefan Schnabel, Tel. 06421 – 18 66 318, schnabel.ste@web.de) in Verbindung setzten. Wir haben bereits eine ganz Gruppe Marburger beisammen. Unten findest du auch einen kleiner, erläuternder Text meinerseits.

Mehr Infos findet ihr auch auf:
http://www.marsch-fuer-das-leben.de

Marsch für das Leben 2014 Berlin

Marsch für das Leben 2014/ Berlin:
20. September; 13 Uhr – Bundeskanzleramt.

Einer der interessantesten Sätze in unserem Grundgesetz lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Artikel 1 (1) 1 GG. Schon in meiner Schulzeit habe ich begeistert danach gefragt, wie diese feststellende Aussage begründet werden kann.

Keine Frage hingegen war für mich, ab wann der Mensch ein Mensch ist. Weder verpuppt er sich im Laufe seines Lebens und wir zum  Schmetterling noch besteht die Gefahr, dass im Mutterleib ein Elch heran wächst.

Ein Mensch ist Mensch und seine Würde ist ihm unantastbar gegeben. Aber alleine in der BRD gibt es weit über 100.000  Menschen pro Jahr, die nicht nur keine Würde zugesprochen bekommen, sondern denen gleich alles genommen wird: Das Recht auf Leben.

Am 20. September 2014, 13 Uhr, beginnt vor dem Bundeskanzleramt in Berlin eine Demonstration, die unsere Gesellschaft mit dem unbequemen Gedanken konfrontiert, dass es nicht einfach 100.000 + x Zellhäufchen pro Jahren waren und eben keine – wie meine Kommilitonen es sterile sagen – simplen medizinischen  Eingriffe. Ich möchte für das Recht auf Leben demonstrieren. Für die grundsätzliche Unverfügbarkeit menschlichen Lebens.

Aus Marburg werden zahlreiche Christen nach Berlin fahren, um sich der Demo anzuschließen. Bitte gebt diese Information in eure Gemeinden weiter:
– Wer auch nach Berlin will,
– wer sich uns und den anderen ca. 3500 Demonstranten
– anschließen möchte,
– um friedliche für das Recht auf Leben zu demonstrieren,
o KANN SICH UNS GERNE ANSCHLIESSEN!
o KONTAKTDATEN:
>> Stefan Schnabel, Tel. 06421 – 18 66 318
>> Schnabel.Ste@web.de
o Ein Kleinbus wird z.B. Samstags hin- und zurückfahren. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin.

Ich würde mich freuen, wenn ihr unseren Demonstrationszug im Gebet begleitet, auch wenn ihr nicht vor Ort seid. Wir treffen nämlich auch auf eine Gegendemonstration, die kein Verständnis dafür hat, dass man in  einer derart komplexen ethischen und moralischen Frage nicht ihre Meinung teilt. Das alleine wäre akzeptabel. Allerdings vertreten viele Gegendemonstranten ihre Meinung in einer Art und Weise, sodass es  Hundertschaften benötigt, um uns – die Teilnehmer am Marsch für das Leben –  unsere Recht auf  Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit (die beiden Beine, auf denen eine Demokratie steht) zu wahren. Gott segne die Polizisten.

Letztlich sei einer der wichtigsten Punkte gesagt:
Viele Gegendemonstranten unterstellen, dass wir Teilnehmer am Marsch für das Leben die Frage und die Problematik von Frauen – und Männer! – in unsere  Überlegungen nicht mit einbeziehen, die mit einem  heranwachsenden Menschen konfrontiert sind, den sie nicht wollten, nicht geplant haben. Ich bedauere dies zutiefst. Und ich bete für euch, die ihr durch dieses Tal geht. Und ich blende auch nicht aus, dass es gerade für die Frauen eine extreme Situation sein kann. Und ich wage es nicht einmal, diese Momente weiter zu beschreiben, da ich mich nur lächerlich machen würde, ein solches Drama abstrakt zu skizzieren. Diesen Teil habe ich verstanden. Und ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es dennoch grundsätzlich nicht legitim sein kann, wenn das Kind getötet wird. Es gäbe auch keinen anderen legitimierenden Grund, warum ich diesen Menschen später töten würde. Unantastbar, so nennt dies das Grundgesetzt.

Wie geht man nun damit um? Wie findet man einen Weg und Mittel in einer Schwangerschaft, die nicht gewünscht, gewollt ist? Auch hier in Marburg findet man kompetente Ansprechpartner, die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen möchten: Z.B. der Sozialdienst der katholischen Frauen (http://www.skf-marburg.de/). Deren Angebote stehen dir kostenlos und unabhängig von Nationalität, Konfession oder was auch immer zur Verfügung.